Die Naab: Ein oft übersehener Flusslauf

Wir kennen mit Mühe noch die Namen der Zuflüsse von Rhein und Donau, aber viel verbinden können wir mit ihnen nicht. Die Naab in der Oberpfalz ist so ein Fall. Sie fließt in die Donau und ist mal eben 165 Kilometer lang. Eine Quelle hat sie nicht, weil sie in der Nähe von Weiden aus dem Zusammenfluss von fishing-08Waldnaab und Haidennaab entsteht. Weitere Zuflüsse sind die Fichtelnaab, die Schweinnaab und die Dürrschweinnaab. Bei Regensburg endet sie dann in der Donau.

Der eine oder andere wird sich noch daran erinnern, dass die Naab einmal Pate für ein Gesangsduo stand, das Naabtal Duo, das 1988 durch den Hit Patrona Bavariae bekannt wurde.

Aber die Naab und das Tal, durch das sie fließt, hat noch mehr zu bieten.

Die Naab ist ein absolutes Paradies für Angler. Immer wieder berichten Angler von Rekordfängen, vor allem die Welse werden hier schon mal 2 Meter groß. Es gibt aber auch Flusshechte, Zander, Forellen, Barben und Karpfen zu fangen. Wer die Natur nur beobachten will kann an den Ufern der Naab Eisvögel fliegen sehen oder den Bibern beim Bauen der Dämme zuschauen. In flacheren Teilen kann man Flusskrebse und die seltenen Flussperlenmuscheln finden. Weil die Naab in großen Teilen noch naturbelassen ist, gibt es einen großen Artenreichtum. Hier kann man noch viele der in Deutschland ansässigen Orchideenarten finden (aber bitte nur anschauen und nicht pflücken).

Natürlich ist die Naab auch hervorragend für Flusswanderungen geeignet. Man kann sich in vielen Anliegergemeinden Boote leihen oder geführte Touren machen. Meist ist man dabei mit einem Kanu unterwegs und kann gemächlich den Fluss herunterfahren. Die Strömung ist an den meisten Stellen eher gering, so dass es recht sicher ist, sich mit einem Boot zu bewegen. Wer eine geführte Tour bucht, bekommt von seinem Führer auch eine Menge an Informationen über das Leben rechts und links der Naab mitgeteilt.

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